2012 16. Mai
pp

Immer wieder diskutiere ich mit Eltern, Freunden, Kollegen darüber, was an den Piraten eigentlich anders ist und warum sie gewählt werden. Hier ist die Antwort:

Semken verschickt um 3:45 Uhr eine weitere E-Mail an Piraten aus anderen Bundesländern und den Bundesvorsitzenden Bernd Schlömer: “Fakt: ich habe gelogen, habe eine Mail, die ich aus einer Sitzung geschrieben habe, die ich nicht hätte schreiben dürfen, versucht, wegzulügen.”

- Quelle: SPON

Das alles als Begründung für einen tasächlich erfolgten Rücktritt. Unabhängig davon, wie sinnvoll, schwachsinnig, radikal oder angemessen diese Aktion ist und unabhängig davon, was da wirklich gelaufen war: ein so konsequentes, schonungsloses, ehrliches, selbstkritisches, emotionales Statement, kurz: Eier Rückgrat, wünschen sich immer mehr Menschen von Politikern.

So ein Statement von einem [beliebigen Polit-Akteur hier einsetzen]? Undenkbar!

Klar machen zum Ändern! :)

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2012 10. Mai
economy

[Der Post hier schlummert schon seit Ende 2011 in meinen Entwürfen, aber jetzt muss es raus :) Es kann also sein, dass hier noch 2011er Zahlen genannt werden, die sich ggf. noch leicht verändert haben. Sorry for that...]

Überall ist heute zu lesen, was schon seit Monaten gerüchteweise kursiert: Facebook wird an die Börse gehen. Ziel sei eine Unternehmensbewertung von bis zu 100 Mrd. US-Dollar. Bei einem Deal dieser Größenordnung gibt es immer die sog. “Phantasie”, das lässt sich nicht verhindern. Ein anderer, professioneller klingender Begriff dafür ist “Strategic Premium”, also ein “strategischer Preisaufschlag”. Beide Begriffe bedeuten aber letztlich dasselbe: aus nicht gewissen (=nicht direkt oder gar nicht erkennbaren) Gründen glauben die Anleger, dass das Investment mehr Wert ist, als die “harten Fakten” hergeben. Und dementsprechend zahlen sie eben mehr.

Es gibt aber einige Aspekte, die eher dafür sprechen, dass Facebook-Aktien für Anleger mittel- bis langfristig keine besonders gute Wahl sein werden. 

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2012 06. Mai

Welcher Webmaster hat sich eigentlich noch nie die Frage gestellt: “Was bewirken eigentlich Veränderungen in Googles Algorithmus?”Soviel: bisher habe ich noch nie eine signifikante Veränderung feststellen können. Bis letzte Woche. Da hat Google das heiß diskutierte Panda 3.6 Update ausgerollt. Die Reaktion kam in meinem Blog prompt: ca. 40% weniger Traffic von heute auf morgen.

Das ist sicherlich Teil von Googles Initiative, hilfreiche Inhalte zu fördern. Klar, die “Probleme” die ich hier erörtere, sind keine Trendsetter-Themen. Über 15.000 User rufen jeden Monat nur die “Problemlösungs-Themen” auf und bleiben zwischen 4 und 6 Minuten auf der Seite. Die User lesen es, setzen es um und sind dann fertig (weil ihr Problem behoben ist) – sowas wird eben weder großartig verlinkt noch sozial geshared oder wasweißich.

Bin mal gespannt, ob die es hinkriegen, ihrem Algorithmus sowas irgendwie beizubringen…

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2012 29. Apr
hardware

SSDs eignen sich super als sehr schnelle und gleichzeitig stromsparende Festplatten in PCs und Notebooks. Gründe für die Verschlüsselung von Festplatten gibt es einige, insbesondere bei Notebooks ist das Thema “Diebstahl” sicherlich ganz vorne dabei. Es ist ärgerlich genug, wenn einem jemand ein 1.000-EUR-Notebook klaut, aber dann will ich wenigstens sichergehen, dass der Typ nicht auch noch meine Daten hat.

Aber: Verschlüsselung hat ihren Preis. Zum Einen braucht es Prozessor-Power um in Echtzeit Daten zu ver- und entschlüsseln, zum anderen dauern Festplatten-Zugriffe länger und die Transferraten von Festplatten (und leider auch SSDs) verringert sich deutlich.

Vor einiger Zeit hatte ich über die Performance auf TrueCrypt-verschlüsselten SSDs geschrieben. Damals benutzte ich die Intel G2 “Postville”-SSD mit 160 GB und eigenem Intel-Controller. Mittlerweile sind wir zwei Controller-Generationen weiter und ich habe mir eine neue SSD zugelegt in der Hoffnung, die Performance auch auf TrueCrypt-verschlüsselten SSDs steigern zu können.

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2012 10. Mrz
don_giovanni

Im Moment wird das wichtigste Thema des Planeten -Gender Mainstreaming- glücklicher Weise wieder intensiviert angegangen. Aber das ist nicht genug, denn wir müssen das Übel an der Wurzel packen und dürfen nicht zulassen, dass kulturhistorische Artefakte uns und die kommenden Generationen mit gefährlichem Gedankengut kompromittieren!

Bekanntlich zeichnen sich in allen Bereichen der Kultur die sog. “Klassiker” dadurch aus, dass in der Vorstellung des Bildungsbürgertums ihren Ansichten, Konzepten und Botschaften eine die Zeiten überdauernde Wahrheit zugeschrieben wird. Wahrheit, hah! Diese Werke werden nämlich unter der Prämisse einer inhärenten Wahrheit auch in Deutschland massenweise konsumiert und prägen so -teilweise schon in der Kindheit!- unsere Einstellungen und Werte. Aber was geben uns die Klassiker zu den Frauen mit auf den Weg? Kann und darf man diese Werke überhaupt öffentlich verbreiten? Enthalten sie möglicherweise gefährlich ungendergemainstreamte Botschaften, die männliche Gehirne sublimal beeinflussen und damit das Gender Mainstreaming auf subtile Weise boykottieren?

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2012 25. Feb
searchfind

Viel mehr gibt es da eigentlich nicht mehr zu sagen, denn der Artikel bringt es sehr prägnant auf den Punkt:

The product of these contributions could become for individuals’ careers what credit reports have become to their financial status

Du bewirbst dich irgendwo – “bitte willigen Sie ein, dass wir uns online ihren CV-Report ziehen”. Damit kann man dann wunderbar alles mögliche machen, ich wette auf den Daten aus einem CV kann man hervorragend Wahrscheinlichkeiten errechnen (auch “Scores” genannt), die den HR-Leuten sagen, wie schnell man wieder weg ist, wie erfolgreich man in der Rolle wahrscheinlich sein wird…und so weiter. (Und nicht nur das, sondern noch jede Menge anderer interessanter Prognosen, z.B. Lebenserwartung, verfügbares Einkommen und, und, und…)

Beruhigend ist nur eines: ich arbeite schon lange in der Branche und kann nur sagen, dass es sehr, sehr viel Arbeit ist, erstmal überhaupt qualitativ hochwertige Daten zu bekommen und diese Qualität auch nur zu erhalten. Und dann ist es auch nochmal eine Herausforderung, daraus ein gutes Produkt zu bauen.

Dann sind da noch die Anwender, denn ich kann jetzt schon die HRler sehen, wie sie mit feuchten Augen vor den Monitoren sitzen und sich durch eine bunte Vielfalt von Profilen klicken – um dann bei der größten Zahl, der grünsten Ampel oder dem krassesten Talent-Score auf “Hire” zu klicken :) Nicht dass “Lebenslauf-Optimierung” nicht heute schon ein Problem wäre…

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2012 20. Feb
people

Vorweg: Es ist länger geworden, als ich dachte :) 10 Min. solltet ihr schon mitbringen…

Sozial ist ja irgendwie DAS nächste große Ding. Seit 10 Jahren. Kaum ein Tag, an dem nicht ein Artikel über die 100-Mrd-Dollar-Bewertung von Facebook erscheint, die glamouröse Zukunft der sozialen Netzwerke und so weiter. Ich teile diese Euphorie nicht, aus ganz verschiedenen Gründen. Im Gegenteil, ich denke sogar, dass soziale Netzwerke schon heute an einem Punkt stehen, wo ihr Wachstum nur noch stattfindet, weil eine riesen Masse an Usern da ist, aber sich schon große Probleme damit abzeichnen, wie man in Zukunft mehr Geld verdienen, sprich: wachsen will.

Soziale Netzwerke und ihr Geschäftsmodell

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