2007 02. Nov

Crysis Benchmark Horror Picture Show

Was habe ich gewartet, gesehnt, gestöhnt…öhm, naja, letzteres dann doch nicht. Fakt ist: Anfang des Jahres hatte ich mal wieder Lust auf einen neuen Rechner, nach über drei Jahren Abstinenz bot es sich an und so schlug ich zu.

So läuft also bei mir mittlerweile ein Core 2 Duo mit 3020 MHz, da werkeln 4 GB DDR 800 RAM, die mit 430 MHz (1720 MHz effektiv laufen). Daneben gibt es dann noch die GeForce 8800GTS 640 MB, die statt 550/880 mit 620/1000MHz läuft, mithin eine Übertaktung um rund 12% in Summe.

Crytek hat viel richtig gemacht, wie viele Spieleschmieden in letzter Zeit auch wieder: es gibt nämlich eine durchaus sehenswerte Demo, die mit rund 1,8GB allerdings einiges auf die Waage bringt. Aber sehenswert, das ist sie allemal, ein echter visueller Leckerbissen. Trotzdem muss das Spiele-Marketing weiterhin stark professionalisiert werden, was ich in einigen Jahren bewerkstelligen werde, aber das ist eine andere Geschichte 🙂

Eines vorweg: Crysis definiert „visuelle Umsetzung“ in Spielen wirklich neu. Einen derart hohen Grad physikalischen und visuellen Realismus habe ich selbst in der Unreal III-Engine nicht gesehen. (Davon gibts auch eine Demo).

Jetzt aber Tacheles: natürlich wollte ich wissen, wie hoch ich Details, Auflösung und Anti-Aliasing mit meiner „on-the-edge-of-lightspeed“-Kiste prügeln kann. Was soll ich sagen, mir kommen die Tränen. (Wie man mit Hilfe der Demo Benchmarks durchführen kann, erfährt man hier.)

Zuerst probierte ich meine Standard-Einstellungen für Spiele aus, 1280×104 mit 4-fachem AntiAliasing und maximalen Details. It was pain in the ass. Ich erspare uns den Chart, aber die durchschnittliche Framerate war geringer als 17 FPS.

Also gut, dann eben etwas weniger Details: 1280×1024 auf „high“, aber ohne AA. Das Ergebnis:

Im Minimum noch immer nur 20 FPS, das ist für flüssiges Spielen -Ansprüche hin oder her- nicht ansatzweise genug. Also noch mehr Reduktion: 1280×1024, Details „medium“, dafür aber 2xAA. Das musste doch nun aber hinhauen, oder?

Hahaaaaaaaaaaaaaaaaaaa. Denkste.

Wirklich übel, wieder nur rund 21 FPS als minimale Framerate. Wir lernen also: eine einzige Stufe FSAA frisst genausoviel Leistung wie eine Stufe Detailgrad der Darstellung.

Was ich also nun als einigermaßen akzeptabel ermitteln konnte, war dann das hier:

Das ist schon ein wenig frustrierend. Ich meine, der PC ist nun weit entfernt von Low-End, ich würde mal „gehobene Mittelklasse“ sagen. Aber dass er hier so von dem Spiel versägt wird, das ist schon heftig. Die Hardware muss in Zukunft also erst in Crysis „hineinwachsen“.

Davon ganz abgesehen gibt es ÜBER der Einstellung „high“ ja auch noch die Detailgrade „Very High“ und – haltet euch fest- „Extreme“. Allerdings wurde schon festgestellt, dass das auf keiner heutigen Hardware spielbar ist. (Umgehen lässt sich die Beschränkung, spielen kann man das aber trotzdem nicht…) Die Zukunftssicherheit des Spiels ist also schonmal gewährleistet 😀

Ich für meinen Teil weiß nun also: ich werde das Spiel in 1280×1024 im Detailgrad „medium“ ohne FSAA spielen können. Und wenn ich gut drauf bin, kann ich vielleicht das eine oder andere Setting auf „high“ stellen, bis die minimale Framerate bei 30 FPS angekommen ist 🙂

Wer also das Spiel sehnsüchtig erwartet, der sollte schonmal ein paar Tausend Euro klarmachen für das passende System, oder aber einige der aktuellen Tweaking-Guides für Crysis befolgen. Die sind zwar für die Demo, aber zum finalen Spiel wird sich da nicht viel ändern.

UPDATE
Irgendwie wollte ich das Verhältnis von Darstellung und Framerate noch weiter optimieren. Da ich mit meinem System bei 1280×1024 mit „Medium“ Details ohne AA immerhin 39 FPS im Minimum hatte, ist da ja noch Spielraum für mehr Details. Nachdem ich also etwas rumprobiert habe kann ich sagen: auf „High“ Details, aber den Einstellungen „Shader Quality“ und „Shadows“ auf „Medium“ läuft es auch noch hervorragend. Benchmark folgt.

LINKS ZUM THEMA

  • Artikel
  • Twitter
  • Tumblr