Im Moment wird das wichtigste Thema des Planeten -Gender Mainstreaming- glücklicher Weise wieder intensiviert angegangen. Aber das ist nicht genug, denn wir müssen das Übel an der Wurzel packen und dürfen nicht zulassen, dass kulturhistorische Artefakte uns und die kommenden Generationen mit gefährlichem Gedankengut kompromittieren!
Bekanntlich zeichnen sich in allen Bereichen der Kultur die sog. “Klassiker” dadurch aus, dass in der Vorstellung des Bildungsbürgertums ihren Ansichten, Konzepten und Botschaften eine die Zeiten überdauernde Wahrheit zugeschrieben wird. Wahrheit, hah! Diese Werke werden nämlich unter der Prämisse einer inhärenten Wahrheit auch in Deutschland massenweise konsumiert und prägen so -teilweise schon in der Kindheit!- unsere Einstellungen und Werte. Aber was geben uns die Klassiker zu den Frauen mit auf den Weg? Kann und darf man diese Werke überhaupt öffentlich verbreiten? Enthalten sie möglicherweise gefährlich ungendergemainstreamte Botschaften, die männliche Gehirne sublimal beeinflussen und damit das Gender Mainstreaming auf subtile Weise boykottieren?
Was habe ich gelacht. Diese Szene hier stammt aus dem Film Zoolander (2001), nebenbei bemerkt ein Meisterstück der Parodie auf die Modewelt und das Modelbusiness. Es geht um die Kampagne “Derelicte“: der Modezar Mugatu lässt sich im Film von den Obdachlosen und Junkies in New York inspirieren zu einer Modelinie, die deren Lebensumstände aufgreift:
Das Bundesumweltministerium hat strengere Sicherheitsregeln für Endlager für hochradioaktiven Atommüll festgelegt. Kernpunkte: Ein Sicherheitsnachweis für eine Million Jahren, …
LOL? Wie soll das denn bitte gehen. Bei der Asse sind sie 1965, also gerade mal 45 Jahren, auch davon ausgegangen, dass das ewig hält. Und jetzt soll eine Garantie “für eine Million Jahre” her?
Kein Experte wird jemals eine solche Einschätzung abgeben, nur unsere Politiker entblöden sich mal wieder nicht. Naja, Wahlkampf-Opium eben. Mich erinnert diese Forderung vor allem an eines: