2011 09. Jul

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man sich eingestehen muss, dass etwas die eigenen Erwartungen nicht erfüllt hat. Und dann Konsequenzen zieht, denn sonst unterhält man irgendwann einen Rattenschwanz irrelevanter Peripherie, von der trotzdem noch jedes Stückchen etwas Zeit und Energie fordert.

Twitter ist ein Klassiker für sowas. Ich bin ein medienbegeisterter Mensch mit einem Hang zum Konservatisvismus in dem Bereich, sprich: das Tempo neuer Entwicklungen da ist mir viel zu hoch. Spiegelt sich auch in den abwerwitzigen Bewertungen dieser Unternehmen. Facebook 100 Mrd. USD? Lächerlich. Twitter 6 Mrd. USD? Schon eher, aber immer noch irre. Gut, vielleicht muss in dem Sektor die Innovation so schnell gehen und dann eben die 98,5%  sinnbefreiten Geschäftsmodelle den Bach runtergehen.

Persönlicher Mehrwert? Null.

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2011 17. Apr

Vor einem Jahr haben wir uns eine Nespresso-Kaffeemaschine gekauft. In erster Linie, weil es in einem DINK-Haushalt mit begrenztem Zeitbudget einfach mal extrem entspannt ist, mit einer Kapsel und einem Glas innerhalb 15 Sekunden einen recht leckeren Espresso zu zapfen. Ach ja, und der Milchaufschäumer ist weltklasse.

Was nicht ganz so weltklasse ist, ist das Direktmarketing von Nespresso. Die Kommunikation ist echt auf maximale Kontaktfrequenz ausgerichtet, bei einer inhaltlichen Gestaltung, die vermuten lässt, dass es sich bei den Kunden entweder mehrheitlich um fanatische Baristas oder um besessene Frührentner und Witwen aus den Villenvierteln der Welt handelt.

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2011 06. Feb

Made in Germany“ war ursprünglich von den Briten als Marken-Stigmata gedacht, um britische Konsumenten davon abzuhalten, deutsche Erzeugnisse zu kaufen. Was statt dessen passierte, weiß eigentlich jeder: deutsche Produkte verkauften sich wie geschnitten Brot, weltweit. Warum? Weil man Ihnen bis heute eine besondere Qualität nachsagt, genau wie deutschen Arbeitskräften und insbesondere deutschen Handwerkern. Die Legende vom deutschen Fliesenleger, der es in den USA zum Millionär bringt, kennt glaube ich jeder.

Ich persönlich kann mir allerdings nicht (mehr) erklären, woher diese Mutmaßung der deutschen Handwerks-Qualitätsarbeit kommt. Durch die Bank falle ich mit denen auf die Nase, weil sie einfach schlecht, schlecht, schlecht arbeiten. Dafür nehmen sie dann Mondpreise, 60-70 EUR die Stunde kommen da sehr schnell zusammen.

Neuester Fall: Malerarbeiten. In Unserer Wohnung mussten zwei Zimmer und der Flur neu tapeziert und gestrichen werden. Ohne weitere Worte präsentiere ich das Ergebnis:

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2010 11. Okt

Eine Frage ins Blaue: warum stellen sich Unternehmen, deren Produkte oder Leistungen sich dafür extrem gut anbieten, so unglaublich dämlich an, damit auch Geld zu verdienen?

Statt einfach für „Leistung X“ den „Preis Y“ zu nehmen, denken sie sich alle möglichen superkomplizierten „social-marketing-data-mining-recommendation-realtime-twitter-facebook -blog-monetarization„-Strategien aus, die meistens eines gemeinsam haben: sie erzeugen keinen oder nur einen unzureichenden Cash Flow.

Jüngstes Beispiel: Xmarks. Eigentlich genial: die bieten einen Service an, mit dem man Bookmarks, Passwörter, History und offene Tabs zwischen verschiedenen Installationen aller (!) gängigen Browser synchron halten kann. Automatisch. Via Internet. Toll. USP würde der Marketing-Mensch sagen.

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2010 06. Okt

oder: Preisunterschiede zwischen Online-Handel und Präsenzhandel und Preisbereitschaften von Konsumenten 😀

Ich bin erklärtermaßen ein Freund des Präsenzhandels. Ich mag die Vielfalt der kleinen Spezialisten (Einzelhändler), deren Fachkompetenz und insbesondere in den Innenstädten auch das daraus resultierende „Stadtbild“. Vollsortimenter wie Karstadt und Kaufhof gehören für mich persönlich dazu. Karstadt ist eine Art Gravitationszentrum der Innenstädte und das Tolle ist, dass man für eine echt breite Palette an Produkten „schnell in die Stadt“ gehen kann, wenn es dringend ist oder man sich konsumtechnisch einfach mal inspirieren lassen will 🙂 Dass das Personal zuweilen pampig oder inkompetent ist, stört da meistens nicht weiter, auch wenn es trotzdem ärgerlich bleibt.

Die Situation im Präsenzhandel…

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2010 08. Aug

Bisher war ich mit meiner Versicherung eigentlich zufrieden, aber in den letzten Jahren habe ich mich insbesondere wegen der kritischen Berichterstattung gefragt, ob es bei einem Schadensfall Probleme geben würde oder nicht. Ich bin insgesamt seit sicherlich 8 Jahren Kunde bei der Huk24, seit rund zwei Jahren ist auch mein Auto bei der Huk24 teilkaskoversichert. Beiträge habe ich für alle Versicherungen immer fristgerecht bezahlt, eigentlich müsste ich so eine Art „Traumkunde“ für die sein, weil ich zig Versicherungen dort unterhalte, immer gezahlt habe und nie einen Schadensfall zu beklagen hatte.

Jetzt ist einmal ein Schadensfall eingetreten und ich muss sagen, ich bin ernüchtert.

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2010 07. Aug

Im Dezember 2007 hatte ich über eBay geschrieben, dass ich persönlich keine rosige Zukunft für den Laden sehe und auch keine Auktionen mehr über die Plattform abwickeln werde, weil die Gebühren seinerzeit einfach zu dreist erhöht wurden und überhaupt das ganze Geschäftsmodell in der Beliebigkeit verschwand.

Im Gegenzug hatte ich mir einen Put gekauft auf die eBay-Aktie, also das Recht, eine Anzahl eBay-Aktien zum Kurs von Dezember 2007 in der Zukunft zu verkaufen. Das bedeutet: wenn die Aktie im Kurs fällt, steigt mein Put im Wert, weil ich damit meine Aktien ja immer zum „alten“ (hohen) Kurs verkaufen kann. Und umgekehrt.

Naja, was soll ich sagen: war ein guter Griff damals 😀

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