2007 14. Feb
Manchmal weiß ich nicht, ob ich meine Fachkollegen bemitleiden oder hassen soll. Für Dinge wie das hier.
Letztlich eine Bankrotterklärung, denn wenn ich Konsumenten meiner Werbung dazu zwingen muss, diese wahrzunehmen, dann habe ich meinen Job nicht gut gemacht oder mein Produkt ist sch***** oder beides, ODER: es gibt vielleicht einfach zu viel Informationsmüll, der durch Äther und Realität schwirrt.
2006 17. Jun
Eine ganze Menge Leute ist den Designern und Ingenieuren in Herzogenaurach im Moment sicher verdammt dankbar. Offensichtlich haben die nämlich einen Ball gebaut, der wie keiner bisher dazu beiträgt, dass spektakuläre Tore fallen.
Da können die Keeper meckern so lange sie wollen: irgendjemand verdient nur durch diesen Ball dreistellige Millionenbeträge *zusätzlich* – wenn nicht noch mehr
Aber eine interessante Frage wirft das schon auf: wie anders dürfen / können / sollen / sind neue Ball-Modelle tatsächlich? Gibt es sowas wie eine Defintion von “Ball” seitens der FIFA? Ahnung anyone?
2006 13. Jun
Schon witzig, inklusive welcher merkwürdigen Verrenkungen sich Geschäftsführer insbesondere kleinerer und / oder unbekannter Unternehmen ablichten lassen. Was soll ich als Gesellschafter oder Investor damit? Oder besser: was soll das suggerieren?
Da ist z.B. dieser Hampelmann, den man mit dem einen Bein auf einem Stuhl sieht, den Arm lässig darauf gestützt, nach vorne geneigt in die Kamera grinsend. Was hat man dem armen Kerl gesagt? Dass das motiviert, kompetent und irgendwie vorwärts gerichtet rüberkommt? Ich hatte eher den Eindruck, dass er mal dringend aufs Klo muss, das Pipi schon in den Augen sozusagen *klick* und dann schnell auf den Locus.
Nr. 2 ist auch toll. Der kann ich von oben bis fast zu ihrem Lendentatoo durchsehen. Wie soll das rüberkommen? Abschlussorientiert?
2006 28. Mai
Die Diplomarbeit ist fertig! Das genaue Thema lautete:
Die Means-End-Analyse als Instrument zur Steuerung von Produktentwicklung und-positionierung
Hinweis: aufgrund der vielen Nachfragen wird es an dieser Stelle bald die Möglichkeit geben, ein Exemplar der Arbeit gegen eine Schutzgebühr als PDF herunterzuladen.
Rahmendaten der Arbeit
Benotung: 1,3
Seiten: 112
davon Text: 82
davon Verzeichnisse und Anhang: 28
Abbildungen: 9
Tabellen: 1
Anzahl (unterschiedlicher) Quellen: 240
Anzahl Fußnoten: 423
Worum geht es?
In einer Art Mini-Exposee hatte ich mal Folgendes geschrieben, das es ganz gut trifft:
Anhand der gängigen Konsumentenverhaltensmodelle und Segementierungskriterien lassen sich konkrete Vorgaben für die Produktentwicklung und –positionierung meist nur eingeschränkt ableiten. Insbesondere hohe Produktkomplexität und daraus resultierende Unsicherheit für den Konsumenten sorgen je nach Modellannahme für verschiedene Ungenauigkeiten in der Erhebung und der Abbildung der Kausalitäten des tatsächlichen Konsumentenverhaltens. Konsumenten verfügen häufig über diffuses Produktwissen, womit heuristische Entscheidungsfindungsprozesse wahrscheinlich werden. Die vorliegende Arbeit soll anhand dieser Problemstellung überprüfen, ob und in welchen Punkten die Means-End-Analyse besser als andere Verfahren geeignet ist, aussagekräftige Anhaltspunkte für die Produktentwicklung und die Positionierung komplexer Konsumgüter zu liefern.
Gliederung
1. Einleitung (2 Seiten)
2. Marketingtheoretische Grundlagen (23 Seiten)
- Einordnung in den Marketing-Kontext
- Grundlagen des Konsumentenverhaltens
- Produktentwicklung und -positionierung
3. Die Means-End-Theorie (28 Seiten)
- Modelltheoretische Grundlagen
- Die Means-End-Theorie im Kontext der Konsumentenforschung
- Erhebung und Auswertung von Means-End-Ketten
- Theoretische Eignung der Means-End-Analyse
- Modifizierte und Alternative Erhebungsmethoden
4. Operationalisierung in Produktentwicklung und -positionierung (21 Seiten)
- Empirische Befunde der Means-End-Forschung
- Operationalisierung für die Produktentwicklung
- Operationalisierung für die Produktkommunikation
5. Würdigung und Ausblick (2 Seiten)
Inhalte: Details
- Schwerpunkt in den Grundlagen: Konsumentenverhalten. Verhalten sich Konsumenten rational? Wenn nein, warum nicht? Welche verhaltenswissenschaftlichen Annahmen und Modelle kommen heutzutage zum Einsatz? Wo liegen deren Stärken und Schwächen? Gibt es Ansätze, die Marktsegmente abbilden können, die sich direkt am Verhalten orientieren und nicht an Indikatorgrößen wie z.B. soziodemografischen Merkmalen?
- Die Means-End-Analyse: Was ist das? Kann das fliegen?
Wozu eignet sie sich, wozu nicht? Welche Erhebungsmethoden gibt es? Welche Aussagen lassen sich treffen, welche nicht?
- Eignung der Ergebnisse einer Means-End-Analyse für Produktentwicklung und -positionierung: Welche Ergebnisse lassen sich gewinnen? Sind die Größen operationalisierbar für das Marketing? Wo liegen Stärken und Schwächen insgesamt und im Vergleich zu anderen Verfahren?
2006 04. Apr
Über die Wikipedia kann man geteilter Meinung sein. Gut oder schlecht, demokratisch oder chaotisch, wie auch immer, ist hier nicht Thema.
Irgendwann da kommt die Zeit, da überlegt man sich, einen Brockhaus anzuschaffen. Warum, weshalb, warum, wofür? Papier ist eben geduldiger als Nullen und Einsen, die Haptik ist deutlich besser und klar, irgendwo ist das sicher auch ein Ventil für den kleinen Narziss, der in (fast) jedem von uns steckt. Ein Meter Brockhaus kann halt was, meiner ist länger!
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