2011 24. Nov
kundendasein

Was empfindet ein Großstädter nach zig Jahren DSL 16.000? Genau. Mehr Speed. Mehr Upload. Dringend notwendig. Sehr dringend. Da die Optionen ja überschaubar sind, fiel mir die Entscheidung leicht: seit fast 10 Jahren bin / war ich Kunde bei Arcor (die ja von Vodafone gekauft wurden). Immer nur gute Erfahrung mit denen gemacht bzw. keine schlechten, was heutzutage ja auch schon was ist. Daher kurz die Vodafone-Webseite besucht, voller Vorfreude festgestellt, dass Vodafone VDSL für meinen Wohnort verfügbar ist und dann via Hotline die Bestellung aufgegeben (weil man das witzigerweise online nicht machen kann). Die Vorfreude legte sich schnell und sollte bis heute meine letzte Freude in diesem Zusammenhang gewesen sein…

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2011 22. Apr

Mit 33 Jahren ist man nicht mehr der jüngste und seit ca. 2 Jahren muss ich mit -1,0 / -1,25 Dioptrien auch im Alltag eine Brille tragen. Das wurde mir mit der Zeit etwas zu nervig, so dass ich vor 10 Tagen auf Kontaktlinsen umgestiegen bin. Es fing an mit der extrem witzigen Vorstellung der Produkte durch die Optikerin: “Also hier haben wir die blabla Hydropower soft” oder als Alternative hier die “Softlotion Air Plus”. Dann kann man ja noch die “Oasys Hydrolove bla irgendwas” oder die “Extreme Moisture Soft Plus X Factor” nehmen. Long Story short: man zahlt halt zwischen 89 und 138 EUR für 6 Monate – exklusive Pflegemittel.

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2011 17. Apr
nespresso

Vor einem Jahr haben wir uns eine Nespresso-Kaffeemaschine gekauft. In erster Linie, weil es in einem DINK-Haushalt mit begrenztem Zeitbudget einfach mal extrem entspannt ist, mit einer Kapsel und einem Glas innerhalb 15 Sekunden einen recht leckeren Espresso zu zapfen. Ach ja, und der Milchaufschäumer ist weltklasse.

Was nicht ganz so weltklasse ist, ist das Direktmarketing von Nespresso. Die Kommunikation ist echt auf maximale Kontaktfrequenz ausgerichtet, bei einer inhaltlichen Gestaltung, die vermuten lässt, dass es sich bei den Kunden entweder mehrheitlich um fanatische Baristas oder um besessene Frührentner und Witwen aus den Villenvierteln der Welt handelt.

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2011 11. Feb

Nach einiger Zeit habe ich mich entschieden, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Meine Herangehensweise ist da recht einfach gestrickt: weil ich keine Ahnung davon habe, suche ich mir den letzten Test von RSVs bei Stiftung Warentest raus, gucke mir die besten drei an und spreche einen davon an. Vielleicht nicht ideal, aber ich denke es gibt blödere Ansätze. Interessant war, dass man trotz Internet-Anfrage an eine “Offline”-Generalagentur im geografischen Umfeld weitervermittelt wird. Sowas von offline. Jedenfalls gibt es da ein paar Punkte, die mich als potentiellen Kunden irgendwie irritieren. Dazu gehörte in meinem konkreten Fall:

  • dass einem die Allgemeinen und tarifspezifischen Versicherungsbedingungen erst auf Nachfrage zugeschickt werden (angeblich vergessen, per Mail nachgereicht),
  • dass keine Kopien für meine Unterlagen dem Vertrag beiliegen, der mir postalisch geschickt wurde,
  • dass der Rückumschlag viel zu klein ist und
  • dass der Rückumschlag nicht ausreichend frankiert ist.
  • dass man im Internet eigentlich nur gleichlautende negative Berichte über alle Versicherer findet, bei denen das Strickmuster immer gleich ist: jahrelang nix passiert, Prämie gezahlt, dann ein Versicherungsfall und zack, von der RSV gekündigt. Oder der Versicherer versucht sogar, aus der Leistungspflicht für den einen Fall irgendwie rauszukommen. Nicht zu vergessen die 1 oder 2 super-positiven Berichte von Profilen, die lauter Versicherungs-Lobhudeleien verbreiten.

Irgendwie glaube ich, dass es sehr, sehr einfach möglich wäre, potentiellen Kunden ein etwas besseres Gefühl zu geben. Aber das liegt dann wohl an der Generalagentur. Und das bei einem Testsieger… egal, Testsieger sind sie ja trotzdem, also versuche ich mal mein Glück, bei einem Jahr Vertragslaufzeit kann man ja glücklicher Weise nicht allzu viel falsch machen.

Ein komisches Gefühl habe ich trotzdem, ist halt eine Versicherung…

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2011 06. Feb

Made in Germany” war ursprünglich von den Briten als Marken-Stigmata gedacht, um britische Konsumenten davon abzuhalten, deutsche Erzeugnisse zu kaufen. Was statt dessen passierte, weiß eigentlich jeder: deutsche Produkte verkauften sich wie geschnitten Brot, weltweit. Warum? Weil man Ihnen bis heute eine besondere Qualität nachsagt, genau wie deutschen Arbeitskräften und insbesondere deutschen Handwerkern. Die Legende vom deutschen Fliesenleger, der es in den USA zum Millionär bringt, kennt glaube ich jeder.

Ich persönlich kann mir allerdings nicht (mehr) erklären, woher diese Mutmaßung der deutschen Handwerks-Qualitätsarbeit kommt. Durch die Bank falle ich mit denen auf die Nase, weil sie einfach schlecht, schlecht, schlecht arbeiten. Dafür nehmen sie dann Mondpreise, 60-70 EUR die Stunde kommen da sehr schnell zusammen.

Neuester Fall: Malerarbeiten. In Unserer Wohnung mussten zwei Zimmer und der Flur neu tapeziert und gestrichen werden. Ohne weitere Worte präsentiere ich das Ergebnis:

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