Du bewirbst dich irgendwo – “bitte willigen Sie ein, dass wir uns online ihren CV-Report ziehen”. Damit kann man dann wunderbar alles mögliche machen, ich wette auf den Daten aus einem CV kann man hervorragend Wahrscheinlichkeiten errechnen (auch “Scores” genannt), die den HR-Leuten sagen, wie schnell man wieder weg ist, wie erfolgreich man in der Rolle wahrscheinlich sein wird…und so weiter. (Und nicht nur das, sondern noch jede Menge anderer interessanter Prognosen, z.B. Lebenserwartung, verfügbares Einkommen und, und, und…)
Beruhigend ist nur eines: ich arbeite schon lange in der Branche und kann nur sagen, dass es sehr, sehr viel Arbeit ist, erstmal überhaupt qualitativ hochwertige Daten zu bekommen und diese Qualität auch nur zu erhalten. Und dann ist es auch nochmal eine Herausforderung, daraus ein gutes Produkt zu bauen.
Dann sind da noch die Anwender, denn ich kann jetzt schon die HRler sehen, wie sie mit feuchten Augen vor den Monitoren sitzen und sich durch eine bunte Vielfalt von Profilen klicken – um dann bei der größten Zahl, der grünsten Ampel oder dem krassesten Talent-Score auf “Hire” zu klicken Nicht dass “Lebenslauf-Optimierung” nicht heute schon ein Problem wäre…
Ich frage mich seit Jahren, insbesondere im Kontext von Rollenspielen, wann der erste auf die Idee kommt, “ingame” den Kauf bzw. Tausch von virtuellen Gegenständen zu ermöglichen.
Eigentlich hatte ich ja WOW im Verdacht oder Blizzard (mit Diablo bzw. dem Battle.net), denn sich ein superhammertolles Schwert oder eine Rüstung zu kaufen macht irgendwie extrem viel Sinn. Jetzt ist aber wohl ein Taktik-Shooter (“Killerspiel”) der Vorreiter. Witzig.
Bliebt nur abzuwarten, wie die Spieler reagieren, wenn die kapitalistische Realität in ihren bisher weitgehend egalitären Gamer-Gefilden Einzug hält. Ich bin gespannt.
Ich kann das ja nicht wissenschaftlich beurteilen, aber wenn es stimmt, was heute durch die Medien geistert, dann sehen wir gerade den Beginn einer neuen Ära, vergleichbar mit den Erfindungen eines Johannes Gutenberg oder Otto Hahn, wahrscheinlich aber noch existentieller, da es um den Menschen, sein Selbst- und Gottesbild und um die Unantastbarkeit des Schöpfungsmythos geht. Der (fehlbare) Mensch kann jetzt Leben erschaffen, wie im Lego-Kasten.
Fraglich ist nur, ob das, was Craig Venter da geleistet hat, eher eine Guerick’sche “Elektrisiermaschine” oder schon eine Volta’sche Batterie ist. Naja, wird sich zeigen.
Jedenfalls steckt auch in dieser Erfindung das Potential die Welt drastisch zu verbessern oder sie vielleicht auch zu vernichten. Mit einem fehlkonstruierten Design-Bakterium zum Beispiel, das den IQ aller Menschen auf 50 nivelliert. Dann wäre hier alles wie bei Topmodel & Co
Ach ja, PS: Liebe Kreationisten, geht Staub fressen!
Es gibt Pläne und Protokolle für so etwas Tragisches. Aber heftig ist es schon. Mich wundert, dass so viel Politprominenz überhaupt in einer Maschine sitzen darf…
Zudem darf das gegenwärtige Verfahren bis zu einer den Vorgaben genügenden Neuregelung nicht weiter fortgeführt werden. Die jetzige Speicherpraxis inkl. dem bisher angefallenen Datenbestand ist damit tot.
Allerdings: grundsätzlich ist eine Vorratsdatenspeicherung erlaubt, nur eben mit wesentlich höheren technischen und prozessualen Verwertungshürden als bisher.
Ein Hoch auf die letzte integere Instanz der Bundesrepublik Deutschland.
Mal wieder ein neues Spielzeug, eine Intel X25-M G2 Postville-SSD (Solid State Drive) mit 160 GB. Kernfrage ist ja aber für jeden User: was um alles in der Welt soll ich mit einer Festplatte, bei der 160 GB 360 EUR kosten? Naja, darauf gibt es Antworten und zwar hier.
Warum? Weil ich von dem Ding so begeistert bin, dass es einfach raus muss
Traurig aber wahr: es hat den Anschein, dass mein kleines Blog am Mittwoch um 2:16 Uhr morgens Opfer einer Attacke wurde. Es begann mit der Registrierung eines Benutzers namens “MikeWink”. Danach hatten alle Links im Blog ein Anhängsel in der Form
Der Browser reagiert für jeden Klick auf jeden beliebigen Link mit “Internal Server Error 500″. Man konnte im Blog also nicht mehr navigieren (jeder Link war wie oben beschrieben manipuliert), sondern nur noch die Startseite aufrufen. Bemerkt habe ich den Zustand Donnerstag nachmittag und direkt behoben, indem ich “einfach” im Admin Panel die Permalink-Struktur wieder zurückgesetzt habe auf meinen Standard (dort war der o.g. Code einfach hinzugefügt worden, wie auch immer das geht.
Die Attacke nutzte wohl eine Schwäche in der WordPress-Version 2.7.1, die ich deswegen noch nicht geupdated hatte, weil von Problemen mit dem 2.8.x-Strang berichtet wurde. Lesenswerte Details finden sich beim Fiesen Admin.
MIttlerweile habe ich das Problem oberflächlich behoben, meint: neue Passwörter für Datenbank, FTP, Admin-Bereich. Allerdings scheint der Hack tiefer in die Datenbank zu reichen und hier -Asche auf mein Haupt- ist das letzte Backup von April diesen Jahres, weil still und unbemerkt das Backup-Plugin nach dem Update auf 2.7.1 aufgehört hat, wöchentlich Mail mit einem Backup im Anhang zu schicken. Und da diese Mails automatisch wegsortiert und als “gelesen” marktiert werden… (Update: Lucky Bastard! Sie wurden von da an nur auf einen Ordner auf dem Server gespeichert, statt sie zu verschicken )
Es ist doch zum ko**** mit diesen scheiß Hackern bzw. hier eher SkriptKiddies, warum können die nicht einfach irgendwo hingehen und sterben?
Update – Was nicht hilft…
Interessant. Das hat in meinem Blog funktioniert, obwohl die Benutzerregistrierung schon vorher deaktiviert war…