2012 25. Feb
Viel mehr gibt es da eigentlich nicht mehr zu sagen, denn der Artikel bringt es sehr prägnant auf den Punkt:
The product of these contributions could become for individuals’ careers what credit reports have become to their financial status
Du bewirbst dich irgendwo – “bitte willigen Sie ein, dass wir uns online ihren CV-Report ziehen”. Damit kann man dann wunderbar alles mögliche machen, ich wette auf den Daten aus einem CV kann man hervorragend Wahrscheinlichkeiten errechnen (auch “Scores” genannt), die den HR-Leuten sagen, wie schnell man wieder weg ist, wie erfolgreich man in der Rolle wahrscheinlich sein wird…und so weiter. (Und nicht nur das, sondern noch jede Menge anderer interessanter Prognosen, z.B. Lebenserwartung, verfügbares Einkommen und, und, und…)
Beruhigend ist nur eines: ich arbeite schon lange in der Branche und kann nur sagen, dass es sehr, sehr viel Arbeit ist, erstmal überhaupt qualitativ hochwertige Daten zu bekommen und diese Qualität auch nur zu erhalten. Und dann ist es auch nochmal eine Herausforderung, daraus ein gutes Produkt zu bauen.
Dann sind da noch die Anwender, denn ich kann jetzt schon die HRler sehen, wie sie mit feuchten Augen vor den Monitoren sitzen und sich durch eine bunte Vielfalt von Profilen klicken – um dann bei der größten Zahl, der grünsten Ampel oder dem krassesten Talent-Score auf “Hire” zu klicken
Nicht dass “Lebenslauf-Optimierung” nicht heute schon ein Problem wäre…
2012 20. Feb
Vorweg: Es ist länger geworden, als ich dachte
10 Min. solltet ihr schon mitbringen…
Sozial ist ja irgendwie DAS nächste große Ding. Seit 10 Jahren. Kaum ein Tag, an dem nicht ein Artikel über die 100-Mrd-Dollar-Bewertung von Facebook erscheint, die glamouröse Zukunft der sozialen Netzwerke und so weiter. Ich teile diese Euphorie nicht, aus ganz verschiedenen Gründen. Im Gegenteil, ich denke sogar, dass soziale Netzwerke schon heute an einem Punkt stehen, wo ihr Wachstum nur noch stattfindet, weil eine riesen Masse an Usern da ist, aber sich schon große Probleme damit abzeichnen, wie man in Zukunft mehr Geld verdienen, sprich: wachsen will.
Soziale Netzwerke und ihr Geschäftsmodell
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2010 17. Okt
Um es kurz zu machen: Preissuchmaschinen benutze ich schon häufiger, daher frage ich mich jedes Mal, WELCHES der vielen Angebote ich nutzen soll. Also habe ich mich mal damit auseinander gesetzt, was eine gute Preissuchmaschine ausmacht, um die Anbieter vergleichen zu können. Das hier ist also eine kurze Beschreibung meines Testaufbaus und der Ergebnisse. (Ja, es wurde wesentlich umfangreicher, als es eigentlich gedacht war!
)
Die Kriterien
Die relevanten Kriterien für eine (Preis-)Suchmaschine waren für mich:
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2010 11. Okt
Eine Frage ins Blaue: warum stellen sich Unternehmen, deren Produkte oder Leistungen sich dafür extrem gut anbieten, so unglaublich dämlich an, damit auch Geld zu verdienen?
Statt einfach für “Leistung X” den “Preis Y” zu nehmen, denken sie sich alle möglichen superkomplizierten “social-marketing-data-mining-recommendation-realtime-twitter-facebook -blog-monetarization“-Strategien aus, die meistens eines gemeinsam haben: sie erzeugen keinen oder nur einen unzureichenden Cash Flow.
Jüngstes Beispiel: Xmarks. Eigentlich genial: die bieten einen Service an, mit dem man Bookmarks, Passwörter, History und offene Tabs zwischen verschiedenen Installationen aller (!) gängigen Browser synchron halten kann. Automatisch. Via Internet. Toll. USP würde der Marketing-Mensch sagen.
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2010 06. Okt
oder: Preisunterschiede zwischen Online-Handel und Präsenzhandel und Preisbereitschaften von Konsumenten
Ich bin erklärtermaßen ein Freund des Präsenzhandels. Ich mag die Vielfalt der kleinen Spezialisten (Einzelhändler), deren Fachkompetenz und insbesondere in den Innenstädten auch das daraus resultierende “Stadtbild”. Vollsortimenter wie Karstadt und Kaufhof gehören für mich persönlich dazu. Karstadt ist eine Art Gravitationszentrum der Innenstädte und das Tolle ist, dass man für eine echt breite Palette an Produkten “schnell in die Stadt” gehen kann, wenn es dringend ist oder man sich konsumtechnisch einfach mal inspirieren lassen will
Dass das Personal zuweilen pampig oder inkompetent ist, stört da meistens nicht weiter, auch wenn es trotzdem ärgerlich bleibt.
Die Situation im Präsenzhandel…
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2010 01. Okt
Ich frage mich seit Jahren, insbesondere im Kontext von Rollenspielen, wann der erste auf die Idee kommt, “ingame” den Kauf bzw. Tausch von virtuellen Gegenständen zu ermöglichen.
Eigentlich hatte ich ja WOW im Verdacht oder Blizzard (mit Diablo bzw. dem Battle.net), denn sich ein superhammertolles Schwert oder eine Rüstung zu kaufen macht irgendwie extrem viel Sinn. Jetzt ist aber wohl ein Taktik-Shooter (“Killerspiel”) der Vorreiter. Witzig.
Bliebt nur abzuwarten, wie die Spieler reagieren, wenn die kapitalistische Realität in ihren bisher weitgehend egalitären Gamer-Gefilden Einzug hält. Ich bin gespannt.
2010 23. Aug
Aus der Kategorie “supernervige Direktmarketing-Maßnahmen in die man arschig reingetrickt wird”: während der Initialisierung eines neuen Nokia-Handys, bei mir ein Nokia E52, soll man sich bei “MyNokia” anmelden. Dummer Weise fällt diese Registrierung selbst nicht wirklich als solche auf, erst recht nicht die Konsequenzen.
Die Konsequenz, das sind total hirnlose und vor allem kostenpflichtige Werbe-SMS von MyNokia. Und natürlich ist Abmelden nicht wirklich einfach. Wäre ja auch verbraucherfreundlich. Genau genommen nicht nur das: es ist sogar fast unmöglich, wenn man es ohne Google allein versuchen sollte.
Wie man sich trotzdem abmelden kann, hat Andy recherchiert.
F*** you, Nokia.