2011 02. Dez

Die Welt fragt sich, warum wir Deutschen in der Finanzkrise so cool sind. Wahrscheinlich, weil wir die Sachen im Vergleich zu allen anderen auf der Weltziemlich gut im Griff haben. Oder anders ausgedrückt:

Quelle: Commerzbank

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2010 12. Aug

Vor einigen Tagen: ich gehe in den O2-Shop, um mich endlich mit mobilem Internet für mein Notebook auszustatten. Ein Prepaid-UMTS-Surfstick soll es sein. Letztendlich waren die Verkäuferin und ich 20 Minuten beschäftigt. Sie mit Ausfüllen und Eintippen, ich mit Zusammenfalten und Einstecken. Ohne Worte.

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2010 22. Mai

wenn es doch die Realität gibt?

(Ich schäme mich dafür, ein offensichtliches Konstrukt der Aufmerksamkeitsindustrie in Form dieses Bildes zu verlinken, aber das Thema “unter dem Deckmantel der Kultur institutionalisierte Tierquälerei” ist es wert!)

Aber um es mal so zu sagen (und ohne! Häme diesem unglücklichen Torero gegenüber): Fair enough.

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2010 03. Mrz

Wie man aus Ereignissen maximales Boulevard-Kapital schlägt kann der SPIEGEL noch immer von der BILD lernen :D

“Datt Beben in Schihle han unsre Erdax verschohwe. De Weltunnejang kütt.”

Sische datt.

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2010 31. Jan

Und wieder ein Thema aus dem Dunstkreis “Solid State Disk”. Diesmal geht es um das sog. Re-Alignment der Partitionen auf SSDs bzw. darum, wie man das Alignment bestehender Partitionen ändern kann, ohne dass die Daten verloren gehen oder man das OS neu installieren muss.

Partitions-Alignment – wozu?

Die “alten” Festplatten speichern Daten auf Magnetscheiben mit konzentrischen Spuren. Diese Spuren sind in (physikalische) Sektoren aufgeteilt. Alle Betriebssysteme bzw. Treiber “denken” noch in dieser Sektoren-Logik der Festplatten. SSDs speichern Daten aber völlig anders, werden aber trotzdem mit Hilfe der alten “Sektoren-Logik” angesprochen. Wen es interssiert: bei AnandTech gibt es einen hervorragenden Artikel, der die technische Funktionsweise von SSDs sehr gut veranschaulicht.

Beim “Alignment” geht es darum, den “Anfang” einer Partition auf einer SSD so auszurichten, dass der erste logische Sektor der ersten Partition genau mit einer physikalischen Speicherzelle (Page) auf der SSD übereinstimmt. Wenn das NICHT der Fall ist, dann passiert beim Schreiben auf die SSD Folgendes: Windows adressiert einen Sektor, der dann aber dummerweise über eine Page-Grenze der SSD hinweggeht. Also muss die SSD statt EINEM jetzt ZWEI Blöcke erst löschen und dann wieder beschreiben. Und das kostet eben Performance beim Schreiben, nämlich ca. 50%. Zusätzlich wird die Lebensdauer der SSD verkürzt, weil jede Speicherzelle ja nur eine begrenzte Anzahl von Schreiboperationen aushält, bevor sie ausfällt (bei MLC-SSDs sind das je Speicherzelle ca. 10.000 Schreiboperationen).

Wer seine SSD mit einer frischen Installation von Windows Vista oder Windows 7 versorgt hat, der muss sich keine Gedanken machen: beide Installationsprogramme sorgen automatisch dafür, dass das Alignment der Partitionen passend ist. Windows XP-Installationen allerdings richten bei der Installation ihre Partitionen NICHT korrekt aus und auch wenn man eine Vista- oder 7-Installation per Imaging-Software (z.B. Acronis TrueImage) gesichert hat und wieder zurückspielt, geht meistens das Alignment verloren, weil die Imaging-Softwares in den aktuellen Versionen das korrekte Alignment offenbar noch nicht berücksichtigen.

Alignment überprüfen

Um festzustellen, ob die Partitionen auf der SSD korrekt angeordnet sind, gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Die einfachste Möglichkeit: Man lädt sich das Programm “AS SSD Benchmark” und startet es. Oben links in der Ecke steht eine Zahl mit der Angabe ‘KB’ dahinter. Diese Zahl ist entweder grün mit dem Zusatz ‘OK’ oder rot mit dem Zusatz ‘BAD’. Ratet einfach, wann das Alignment der ausgewählten Partition passend ist und wann nicht…
  2. Nutzung des Windows-Befehls diskpart
    Vista: START > Ausführen > ‘diskpart’;
    Win7: START > Programme > Zubehör > Eingabeaufforderung > ‘diskpart’

    Dort gebt ihr zuerst das Kommando ‘list disk‘ ein, es erscheint eine Übersicht mit allen Festplatten im System.
    Danach gebt ihr ‘select disk N’ ein, wobei ihr N mit der Nummer der SSD ersetzt.
    Jetzt kommt ‘list partition‘, dieses Kommando listet alle Partitionen auf der SSD auf. In der Spalte “offset” steht eine Zahl (in KB). Diese muss durch 4 Teilbar sein, dann ist alles in Ordnung, die Partition ist also korrekt ausgerichtet.

  3. Nutzung des SSD Alignment Calculators. Um die Werte zu ermitteln, die man dort eingeben muss, einfach jeweils auf “how to get” klicken, dann erscheint eine Anleitung :)

Alignment einer SSD-Partition ohne Datenverlust

Die allermeisten Anleitungen da draussen bewirken, dass man seine SSD komplett “plattmachen” muss und dann eine Neuinstallation fällig wird (1, 2). Nach längerem Suchen und Lesen habe ich aber eine Möglichkeit gefunden, eine SSD-Partition in kurzer Zeit und ohne Datenverlust, also ohne Neuinstallation, korrekt anzuordnen.

Bevor ihr das Folgende durchzieht, solltet ihr unbedingt ein Image eurer kompletten Festplatte oder wenigstens ein Backup eurer Daten machen. Ich übernehme keinerlei Verantwortung an Schäden von Hard- oder Software, die durch dieses Prozedere entstehen könnten.

Was ihr braucht, ist Folgendes: eine Boot-CD eure Betriebssystems (Vista oder Win7) und das Linux-basierte Open Source-Tool Gparted (die Live-CD).

  1. Ihr bootet euren Rechner mit der GParted-Live-CD. Im ersten Menü wählt ihr die Option “Boot to RAM”. Danach muss man noch ein paar Kleinigkeiten wegen Sprache und Tastatur-Layout angeben, aber das ist selbsterklärend.
  2. Auf der Gparted-Oberfläche verkleinert ihr die erste Partition so weit es geht, also z.B. auf 20 GB wenn 19 GB Daten drauf sind. Ich würde immer ein kleines bisschen mehr Platz lassen, als Daten auf der Partition liegen.
  3. Dann verschiebt ihr diese erste Partition ein wenig nach rechts, ein paar MB reichen aus, es müssen aber mehr als 2 MB sein! Wichtig: die Option “round off to cylinder boundary” muss deaktiviert sein!
  4. Jetzt verlasst ihr das Gparted-Tool, aber nicht die gesamte Oberfläche, sondern einfach nur das GParted-Fenster. Dann öffnet ihr das Terminal-Fenster von Debian. Hier gebt ihr Folgendes ein: zuerst den Befehl ‘parted’, danach ‘mkpart primary 63s 2047s‘.
    Dieses Kommando erzeugt eine primäre Partition, die von Sektor 63 bis 2047 reicht. Da ein Sektor 512 Bytes sind, ist diese Partition ca. 990KB groß. Der nächste freie Sektor ist demnach die 2048, also derjenige Sektor, an dem die Boot-Partition beginnen soll. (Der Platz VOR unserer Mini-Partition muss frei bleiben, weil sich dort Dinge wie der MBR und einige Programme verewigen.)
    Die Partition muss nicht zwingend bis Sektor 2047 gehen, die Hauptsache ist ja, dass die Boot-Partition bei einer Sektorzahl beginnt, die durch 8 teilbar ist bzw. ein Offset in Kilobytes (KB) aufweist, das durch 4 teilbar ist. Einige Leute wählen 64K, viele 128K. Windows 7, welches ja von Haus aus auf SSDs vorbereitet ist, beginnt die erste Partition bei Sektor 2048 bzw. bei 1.024 KB = 1 MB, also habe ich für mich beschlossen, dass ich es einfach auch so mache. :)
  5. Jetzt schließt ihr das Terminal-Fenster und startet wieder Gparted. Dort seht ihr jetzt die neue Mini-Partition (die man im Übrigen nicht mit NTFS oder FAT formatieren kann, weil zu klein!). Jetzt markiert ihr die vorhin verkleinerte und verschobene Boot-Partition und schiebt sie komplett an unsere Mini-Partition ran (also nach “links”). Wichtig: es muss wieder die Option “round off to cylinder boundary” deaktiviert sein!
  6. Jetzt beendet ihr Gparted, startet es noch einmal und löscht unsere Mini-Partition am Anfang.
  7. Danach wird einfach der Rechner neu gestartet. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der MBR überschrieben wurde oder unbrauchbar geworden ist. Dann legt ihr einfach die Boot-CD eures Betriebssystems ein, bootet von dort und wählt die Option “Computer reparieren” aus. Den Rest erkennt das Tool von alleine und schreibt den MBR neu. Nach einem Neustart bootet euer OS ganz normal.

Volia, jetzt habt ihr eine korrekt angeordnete Boot-Partition. Solange die Partitionen “dahinter” genau am Ende der Boot-Partition ansetzen, sind auch sie automatisch korrekt angeordnet.

Update von SSD-Master aus den Kommentaren (11.02.2011):

“[...] GParted in der aktuellen Version richtet nun automatisch alle Partitionen an den MB-Grenzen aus. Das ist sogar voreingestellt (Option “Ausrichten an MiB”). Also einfach GParted starten, Partitionseigenschaften ansehen, ist das Offset nicht auf 2048 (=1 MB bei 512 Byte je Cluster), dann die Partition etwas nach rechts verschieben und wieder zurück. Dann passts! [...]“

Natürlich funktioniert die “alte” Vorgehensweise auch weiterhin. Den Link zu einer Anleitung mit GParted findet Ihr unter “Links” weiter unten.

Links

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2009 12. Sep

Wir wurden also Teil einer Marketing-Kampagne. Naaaaaaaaaa toll. Ich bin diesem Fall bestechlich und werde das tun, was vom Absender intendiert war: über das Produkt schreiben :)

Ich habe heute ein Päckchen bekommen, in dem eine handgeschriebene Karte sowie eine Cellophan-Tüte voller Süßigkeiten zu finden waren.

Ich habe nur kurz überlegt: Street Credibility, Blogger-Marketingnutten und so weiter. Nicht so wild. Das hier ist MEIN Blog. Ich schreibe über Produkte und Dienstleistungen die mir nicht gefallen, also schreibe ich auch über Dinge, die ich gut finde. Habe ich auch vorher schon gemacht. Ich würde quasi unglaubwürdig, wenn ich NICHT darüber schreiben würde. Daher einige kurze Anmerkungen zur fachlichen Seite der Aktion:

  • Die Zielgruppenauswahl war geschickt: kleine, unauffällige Blogs als Experiment, falls es schief geht. Aber nicht zu klein / zu geringe Reichweite.
  • Inhaltlich vergleichsweise “neutrale” Blogs, die wenn ich richtig geguckt habe alle schonmal auf die eine oder andere Weise über Produkte geschrieben haben. Daher unverdächtige Blogger.
  • Geschicktes Produkt: unpolitisch, geringwertige FMCGs (fast moving consumer goods btw.) – ebenfalls unpolitisch und passt zur Auswahl der Blogs, der geringe Wert macht die Aktion unkritisch bzgl. “Bestechbarkeit” etc.
  • Prägung eines Google-unique-Slogans, den man später entsprechend nutzen kann. Gleichzeitiges Auffüllen der Google-Results mit vermutlich positivem Feedback.
  • Sehr gut trackbare Resonanz und gut messbare Multiplikatoreffekte. Besser gehts nicht.

Wer sich jetzt aufregt, dass ich genau das tue, was von mir “erwartet” wird: wenn die Welt nur solche Aktionen kennen würde, dann wäre fast alles in Butter, auch im Internet. Just IMHO.

Also: die Tüte von Naschplatz.de ist bereits geöffnet, es sind leckere Sachen drin, meiner Meinung nach recht “frisch” (so frisch Gummikram eben sein kann), so ähnlich, wie wenn man sich im Kino oder im Karstadt Kaufhof eine Zusammenstellung mit diesen Schäufelchen macht.

Ich weiß nicht, inwieweit es erfolgreich sein wird, den POS bei so einem Produkt ins Internet zu verlagern, immerhin hat der Kram eine starke situative (Naschhungerfressattacke), haptische und olfaktorische Komponente, die Kommt via Webseite zwangsläufig nicht soooo gut rüber… Aber wird sich zeigen.

Ich fand’s witzig, gut gemacht, sorgfältig und mit viel Liebe zum Detail vorbereitet. Daher ein freundliches “Dankeschön” an Naschplatz und viel Erfolg weiterhin.

Jetzt beantwortet bitte MIR eine Frage, meinetwegen auch per Mail oder über mein Kontaktformular, aber am liebsten in den Kommentaren: nach welchen Kriterien habt ihr die Blogs ausgewählt, die ihr angeschrieben habt?

PS: Versucht es mal mit SEO, ihr solltet in Google schon auf Platz 1 kommen mit EURER Seite.

PPS:
Lieber Naschplatz, ihr habt meine Datenschutzerklärung nicht gelesen, die auf derselben Seite platziert ist, wie die Anbieterkennzeichnung, aus dem Ihr meine Adresse geholt habt. Dort heißt es:

Datenschutz
Gemäß § 28 BDSG widerspreche ich jeder kommerziellen Verwendung und Weitergabe meiner Daten oder von auf dieser Webseite veröffentlichten Daten Dritter.

Und jetzt? :D Das könnte auch anders ausgehen, sowas. Wenn ich nämlich ein Autonomie-Fanatiker wäre. Aber das habt ihr sicher alles einkalkuliert. Ich habe euch zudem den Gefallen getan, diesen Absatz ganz nach unten und nicht ganz nach oben zu setzen – wo er vorher war.
/klugscheiss-modus

Was davor geschah…

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2009 22. Feb

Ich war auf der Suche nach einem mobilen Arbeitsgerät ohne viel Schnickschnack und das zu einem vernünftigen Preis. Nachdem ich mit Samsung-Geräten zwar sehr zufrieden war, sich der Service aber als miserabel herausstellte, wollte ich also mehr Augenmerk auf den Faktor “Service im Ernstfall” legen – so landete ich bei Dell.

Für das Vostro habe ich mich entschieden, weil es in der Größenordnung 13-14″ (Zoll Display-Diagonale) in einigen Tests recht gut abgeschnitten hatte und weil es im Vergleich zu den Consumer-Geräten in dieser Größenklasse mit recht günstigen Einstiegspreisen aufwarten konnte.

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