Die Welt fragt sich, warum wir Deutschen in der Finanzkrise so cool sind. Wahrscheinlich, weil wir die Sachen im Vergleich zu allen anderen auf der Weltziemlich gut im Griff haben. Oder anders ausgedrückt:

Quelle: Commerzbank
Die Welt fragt sich, warum wir Deutschen in der Finanzkrise so cool sind. Wahrscheinlich, weil wir die Sachen im Vergleich zu allen anderen auf der Weltziemlich gut im Griff haben. Oder anders ausgedrückt:

Quelle: Commerzbank
Vor einigen Tagen: ich gehe in den O2-Shop, um mich endlich mit mobilem Internet für mein Notebook auszustatten. Ein Prepaid-UMTS-Surfstick soll es sein. Letztendlich waren die Verkäuferin und ich 20 Minuten beschäftigt. Sie mit Ausfüllen und Eintippen, ich mit Zusammenfalten und Einstecken. Ohne Worte.

…wenn es doch die Realität gibt?
(Ich schäme mich dafür, ein offensichtliches Konstrukt der Aufmerksamkeitsindustrie in Form dieses Bildes zu verlinken, aber das Thema “unter dem Deckmantel der Kultur institutionalisierte Tierquälerei” ist es wert!)
Aber um es mal so zu sagen (und ohne! Häme diesem unglücklichen Torero gegenüber): Fair enough.
Wie man aus Ereignissen maximales Boulevard-Kapital schlägt kann der SPIEGEL noch immer von der BILD lernen
“Datt Beben in Schihle han unsre Erdax verschohwe. De Weltunnejang kütt.”
Sische datt.
Und wieder ein Thema aus dem Dunstkreis “Solid State Disk”. Diesmal geht es um das sog. Re-Alignment der Partitionen auf SSDs bzw. darum, wie man das Alignment bestehender Partitionen ändern kann, ohne dass die Daten verloren gehen oder man das OS neu installieren muss.
Die “alten” Festplatten speichern Daten auf Magnetscheiben mit konzentrischen Spuren. Diese Spuren sind in (physikalische) Sektoren aufgeteilt. Alle Betriebssysteme bzw. Treiber “denken” noch in dieser Sektoren-Logik der Festplatten. SSDs speichern Daten aber völlig anders, werden aber trotzdem mit Hilfe der alten “Sektoren-Logik” angesprochen. Wen es interssiert: bei AnandTech gibt es einen hervorragenden Artikel, der die technische Funktionsweise von SSDs sehr gut veranschaulicht.
Beim “Alignment” geht es darum, den “Anfang” einer Partition auf einer SSD so auszurichten, dass der erste logische Sektor der ersten Partition genau mit einer physikalischen Speicherzelle (Page) auf der SSD übereinstimmt. Wenn das NICHT der Fall ist, dann passiert beim Schreiben auf die SSD Folgendes: Windows adressiert einen Sektor, der dann aber dummerweise über eine Page-Grenze der SSD hinweggeht. Also muss die SSD statt EINEM jetzt ZWEI Blöcke erst löschen und dann wieder beschreiben. Und das kostet eben Performance beim Schreiben, nämlich ca. 50%. Zusätzlich wird die Lebensdauer der SSD verkürzt, weil jede Speicherzelle ja nur eine begrenzte Anzahl von Schreiboperationen aushält, bevor sie ausfällt (bei MLC-SSDs sind das je Speicherzelle ca. 10.000 Schreiboperationen).
Wer seine SSD mit einer frischen Installation von Windows Vista oder Windows 7 versorgt hat, der muss sich keine Gedanken machen: beide Installationsprogramme sorgen automatisch dafür, dass das Alignment der Partitionen passend ist. Windows XP-Installationen allerdings richten bei der Installation ihre Partitionen NICHT korrekt aus und auch wenn man eine Vista- oder 7-Installation per Imaging-Software (z.B. Acronis TrueImage) gesichert hat und wieder zurückspielt, geht meistens das Alignment verloren, weil die Imaging-Softwares in den aktuellen Versionen das korrekte Alignment offenbar noch nicht berücksichtigen.
Um festzustellen, ob die Partitionen auf der SSD korrekt angeordnet sind, gibt es drei Möglichkeiten:
Dort gebt ihr zuerst das Kommando ‘list disk‘ ein, es erscheint eine Übersicht mit allen Festplatten im System.
Danach gebt ihr ‘select disk N’ ein, wobei ihr N mit der Nummer der SSD ersetzt.
Jetzt kommt ‘list partition‘, dieses Kommando listet alle Partitionen auf der SSD auf. In der Spalte “offset” steht eine Zahl (in KB). Diese muss durch 4 Teilbar sein, dann ist alles in Ordnung, die Partition ist also korrekt ausgerichtet.

Die allermeisten Anleitungen da draussen bewirken, dass man seine SSD komplett “plattmachen” muss und dann eine Neuinstallation fällig wird (1, 2). Nach längerem Suchen und Lesen habe ich aber eine Möglichkeit gefunden, eine SSD-Partition in kurzer Zeit und ohne Datenverlust, also ohne Neuinstallation, korrekt anzuordnen.
Bevor ihr das Folgende durchzieht, solltet ihr unbedingt ein Image eurer kompletten Festplatte oder wenigstens ein Backup eurer Daten machen. Ich übernehme keinerlei Verantwortung an Schäden von Hard- oder Software, die durch dieses Prozedere entstehen könnten.
Was ihr braucht, ist Folgendes: eine Boot-CD eure Betriebssystems (Vista oder Win7) und das Linux-basierte Open Source-Tool Gparted (die Live-CD).
Volia, jetzt habt ihr eine korrekt angeordnete Boot-Partition. Solange die Partitionen “dahinter” genau am Ende der Boot-Partition ansetzen, sind auch sie automatisch korrekt angeordnet.
“[...] GParted in der aktuellen Version richtet nun automatisch alle Partitionen an den MB-Grenzen aus. Das ist sogar voreingestellt (Option “Ausrichten an MiB”). Also einfach GParted starten, Partitionseigenschaften ansehen, ist das Offset nicht auf 2048 (=1 MB bei 512 Byte je Cluster), dann die Partition etwas nach rechts verschieben und wieder zurück. Dann passts! [...]“
Natürlich funktioniert die “alte” Vorgehensweise auch weiterhin. Den Link zu einer Anleitung mit GParted findet Ihr unter “Links” weiter unten.