2009 03. Apr

Da fällt einem mal wieder auf, wie schlecht die Bahn rein preistechnisch aufgestellt ist. Diesmal am Beispiel “Köln / Bonn – Hamburg”.

Kosten einer regulären Bahnfahrt Bonn-Hamburg: 90 EUR
Reisedauer: Anreise Bahnhof 20 Min. + Fahrt 4:40h + Abreise Bahnhof 40 Min.
Summe Reisedauer: 5:40h

Kosten Flug (brutto) 86,67 EUR (und das war noch nicht die günstigste Version)
Reisedauer: Anreise Flughafen 30 Min. (+60 Min Chauffeur) + 1:00h Flug + 10 Min. Abreise Flughafen (+ 20 Min Chauffeur).
Summe Reisedauer (inkl. Zeitaufwand für Fahrer!): 3:00h

Zeitersparnis: 2:40h (53%)

Soviel (mal wieder) zu dem Thema…

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2006 06. Okt

Hat schonmal jemand versucht, auf der Homepage der DB AG Informationen zur Kündigung einer BahnCard zu finden?

Man sollte ja denken, dass ein Unternehmen, welches Produkt A anbietet, über alle Optionen in Zusammenhang mit diesem Produkt A auch informiert. Dazu gehörte dann wohl auch die Kündigung. Also, vielleicht jetzt. Autsch, da habe ich mich wohl geschnitten. Tut die Bahn nämlich zumindest aktuell nicht.

Die Google-Suche fördert dabei nur dubiose Forenbeiträge zutage und leider keine hilfreichen Infos, geschweige denn eine Unterseite von bahn.de. Auch auf der Seite selbst führt eine Suche nach dem Begriff “Kündigung” nur zu völlig sinnlosen 21 Treffern. Versuch gefällig?

Ich versuche es jetzt folgendermaßen: Fax mit BC-Nummer und Unterschrift an die BahnCard-Service-Nummer 01805 / 34 00 35 (12 Cent / Min.), immerhin die steht hinten auf der BahnCard drauf. Mal sehen, was passiert.

Ist doch echt lächerlich, dass ich eine halbe Stunde brauche, um sowas zu kündigen. Mannmann.

Update
LOL. Fax an die Nummer funktioniert natürlich nicht. Daher Anruf bei der Hotline per Telefon. Nach erträglichen 2:44 Minuten, von denen 17 Sekunden Gespräch und der Rest (kostenpflichtige) Wartezeit & Werbebeschallung waren, erfahre ich nun die (vorläufige) Lösung.

Ohne weitere Umschweife präsentiere ich: die aktuelle BahnCard-Faxnummer für Kündigungen: 044 / 21 999 800.

Update II
Offensichtlich hat sich zwischenzeitlich -mal wieder- alles geändert: hier die aktuellen Infos zur Kündigung.

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2006 12. Jul

Ohne weiteren Kommentar eine Mail von mir an die DB.

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 11.07.2006 um 18.32 Uhr bin ich in Wiesbaden Hbf in Ihren InterRegio in Richtung Frankfurt / Main Hbf zugestiegen. Mein Fahrtziel war Bayreuth. Ihre Mitarbeiterin Frau D. (KiN-Gruppe K.) informierte mich dann während der Fahrt mit bemerkenswerter Impertinenz darüber, dass sie mir eine Fahrkarte nicht verkaufen würde. Als Beleg für die Richtigkeit ihres Vorgehens zeigte sie mir in wirrer Reihenfolge einige zerknüllte interne Briefe aus 2005 und ein ebenso mitgenommenes kleines Büchlein, durch welche dieses Vorgehen angeblich legitimiert sei.

Auf meinen wiederholten Einwand, dass ich nach Bayreuth wolle und nicht nach Frankfurt am Main und damit meine Fahrt keine Regionalfahrt, sondern eine Fernreise sei, entgegnete die Dame, dass ich aber in einem Zug nach Frankfurt am Main säße und sie mir daher keine Fahrkarte verkaufen werde. Freundlicher Weise wurden mir die Entscheidungsalternativen “Aussteigen” oder “erhöhtes Berförderungsentgelt” zur freien Wahl gestellt, über die ich zu diesem Zeitpunkt inklusive meiner Mitreisenden nur ungläubig lachen konnte.

Dass ich bis auf wenige ICE-Verbindungen via Mainz Hbf keine andere Möglichkeit habe, von Wiesbaden nach Bayreuth zu gelangen, können sie sicherlich an Ihren Unterlagen / Fahrplänen nachvollziehen.

Jedenfalls wurde ich schließlich mit einer Nachzahlungsaufforderung bedacht, da ich mich weigerte auszusteigen. Schon ihre Kollegin am Serviceschalter in Frankfurt am Main konnte sich dieses Vorgehen nicht erklären und stellte mir dann anstandslos eine Fahrkarte nach Bayreuth aus und bemerkte, dass ein Fahrkartenkauf auch im Zug hätte möglich sein müssen. Ich bin das auch nicht anders gewohnt, da ich zeitweise meine Fahrkarten Richtung Wiesbaden auch in REs zwischen Bayreuth und Nürnberg kaufe.

Als Belege liegen dieser Mail eine Kopie meiner Fahrkarte (die ich erst in Frankfurt am Main kaufen konnte) sowie der Nachforderungsbeleg bei. Ich bitte Sie, die entsprechende Nachforderung zu stornieren und mir das Storno schriftlich zu bestätigen.

Des Weiteren kann ich leider nur feststellen, dass insbesondere die Kundenorientierung Ihrer Mitarbeiter in Einzelfällen wie dem von Frau D. nur als mangelhaft bezeichnet werden kann. Insbesondere als BahnCard-Kunde erwarte ich eigentlich die Möglichkeit, meine regelmäßigen Reisen mit der Bahn mit überschaubarem Aufwand durchführen zu können. Durch “Zwischenfälle” wie diesen bin ich gezwungen, zusätzliche Wege zu Serviceschaltern, Telefonate, Emails etc. pp. in Kauf zu nehmen, die meine knappe Freizeit weiter einschränken.

Der (einzige) positive Aspekt dieser Vorkommnisse ist, dass ich nun mit Sicherheit sagen kann, dass Situationen wie die in Sketchen von Loriot nicht dessen blühender Phantasie entsprungen sind, sondern augenscheinlich bis heute unsere Realität tagtäglich bereichern.

Mit freundlichen Grüßen.

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2006 19. Jan

Die Deutsche Bahn AG ist bekanntlich eines derjenigen Unternehmen, deren Ruf in den letzten Jahren -zu Recht oder zu Unrecht- massiv gelitten hat. Als Kunde erwarte ich genrell eine gewisse Serviceorientierung bei allen Unternehmen. Bei einem, dem ich jedes Jahr ca. 1.000 EUR nur von privat zzgl. 200 EUR für eine Kundenkarte lasse, erwarte ich auch schonmal etwas mehr.

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2006 10. Jan

“Geht ein Kunde an den Bahnschalter”. Glaubt man jedem Leidensbericht, den einem wartende Passagiere der Bahn manchmal auch ungefragt mitteilen, dann wäre diese Aussage in 100% der Fälle der Auftakt zu etwas Witzigem oder Schlimmerem.

Was ich wollte? Nicht viel. Meine Freundin steht am Schalter und ordert eine Fahrkarte für:

  • zwei Personen
  • von Bonn nach Bayreuth
  • mit zwei Bahncards 50

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2005 11. Dez

Die Bahn ist eine tolle Muse. Ständig gibt es was zu berichten…

Heute war es mal ein besonders beeindruckendes Dokument betriebspraktischer Fehllenkung. Strecke Bonn-Nürnberg, 16.14 ab Bonn. Immerhin ist der Zug pünktlich. Ich stehe exakt da, wo nach Angabe des Wagenstandsanzeigers der Wagen mit der Nummer 268 sein sollte. Allerdings kommt dort die 267 zum stehen. Ist ja kein Problem, ich gehe aussen einen Waggon weiter und steige ein. Nach kurzem Dialog mit der auf meinem Platz sitzenden Dame bekomme ich sogar den in dem recht vollen Zug.

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