Sauberkeit der Innenstädte verbessern durch adressbezogene Hundesteuer
Ich als Innenstadtbewohner fühle mich ehrlich gesagt tierisch genervt davon, dass eine Vielzahl von Hundehaltern ihre Tölen genau vor meine Haustür kacken lässt. Das bedeutet jedes Mal fremde Hundescheisse entfernen, ggf. noch die verschleppten Relikte im Treppenhaus und so weiter. Ist bei uns eigentlich jede Woche der Fall.
Strafen, auch drakonische (wenn es sowas denn gäbe!) bringen nichts, weil der notwendige Deliktsbezug mit sehr großem Aufwand verbunden wäre (Beobachtung, Beweissicherung, Verfahren etc.) – aus meiner Sicht utopisch.
Man müsste das Problem an der Wurzel packen: bei der Hundesteuer. Die Schuldigen sind die Halter, nicht die Hunde. Die Viecher haben in Innenstädten einfach nichts verloren, solche Haltung ist weder artgerecht noch sozial zu rechtfertigen. Daher mal ein konstruktiver Vorschlag.
In Abhängigkeit der Meldeadresse des Herrchens (oder Frauchens) wird die jährliche Hundesteuer gestaffelt nach der Innenstadtnähe. Bei Wohnbereichen in Innenstädten selbst (z.B. in Fußgängerzonen) wird sie prohibitiv hoch (z.B. 5.000 EUR p.a.), gerechtfertigt durch die exorbitant hohen sozialen Kosten (Stadtreinigung etc.). In ländlichen Bereichen ist sie dann geringfügig, z.B. 50 EUR p.a.
Dann gäbe es zwar noch die “SUV”-Hunde, also die Köter von denjenigen, für die selbst so hohe Beträge egal sein können (und deren Frauen neuerdings häufig einen X3 oder X5 fahren), aber die erzeugen zum einen durch die relative Seltenheit eine viel höhere Aufmerksamkeit (sozialer Druck) und zum Anderen sei’s drum, die zahlen dann auch genug
Die Frauchen (ich habe noch nie ein Herrchen dabei erwischt!) sind übrigens aus meiner Sicht fast ausnahmslos weibliche Angehörige der oberen Mittelschicht, häufig gekennzeichnet durch ergraute und / oder tupierte Haare, entsprechende Rattenhunde der Mode entsprechend und mit vergleichsweise viel Schmuck behängt. Teilweise blicken Sie verschämt zu Boden, wenn man sie auf ihr Verhalten “in medias res” anspricht, gehen aber weiter – oder aber sie lamentieren noch dagegen an. Da würde ich manchmal am liebsten reinschlagen, aber, nun ja, das Elternhaus…


