2004 09. Feb

Achtung, Teaser. Wie man später erfährt, hat er an einer Maschine gebaut, mit der man in die Zukunft blicken kann. Dummer Weise sah er dort, dass die Existenz der Maschine zu einem kleinen Atomkrieg führen würde, eine self-fulfilling prophecy also. Folglich konnte er so saber auch seine Handlungen in der Zukunft vorhersehen. Aber auch das kann nicht darüber hinweg täuschen, dass der logische Teil des Films einen gravierenden Mangel hat: die Zukunft ergibt sich immer als Resultat der Handlungen des gegenwärtigen Augenblicks – und ist somit sehr variabel.

Affleck hangelt sich hier an einem fixen Gerüst von vorherbestimmten Handlungen entlang, was entweder eben unlogisch oder aber höchst langweilig ist, weil das Ergebnis damit bekannt und eigentlich nicht mehr änderbar ist. Das Zweite merkt man dem Film leider schnell an. Dabei sind seine Handlungen so lächerlich präzise, dass er es im Finale sogar schafft, einer Kugel auszuweichen, die schon abgefeuert wurde – ohne den Schützen wahrzunehmen, sondern weil sein Uhr piept, auf deren Display „GO“ steht. Leider werden dadurch aber auch die Bestrebungen der Bösewichte langweilig, die ständig versuchen, Affleck zu töten, das aber natürlich -er sah es ja in seiner Kristallkugel- nicht schaffen können.

Einziges Trostpflaster ist eine gut spielende Uma Thurman, die die Geliebte Afflecks gibt und hier auch während der actionlastigen Sequenzen überzeugt. Allerdings scheint die Gute nach „Kill Bill Vol. 1“ auf verzweifelte Blicke und tränenverschmierte Augenpartien versteift zu sein.

Man kann zusammenfassend sagen: Ja, Ben, du bist schon geil, aber wenn nicht ein Wunder geschieht, war das der letzte Film mit über 20 Mio. USD Gage.

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