2012 06. Dez

Without further introduction:

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2012 05. Dez
hardware

Gerade habe ich hier auf einen Artikel bei AnandTech verwiesen, in dem klar wird, dass eine große Spare Area bei SSDs insbesondere dann von Vorteil ist, wenn die SSD sehr voll oder verschlüsselt ist. 25% des Speicherplatzes sollte man unter Performance-Aspekten für die Spare Area auf SSDs reservieren.

Wie man eine Spare Area einrichtet

  1. Idealer Weise macht man das, wenn die SSD noch nagelneu und unbenutzt ist, indem man einfach einen entsprechenden Speicherbereich keiner Partition zuweist und damit einfach frei lässt.
  2. Wenn man die SSD schon benutzt hat, ist die nächstbeste Möglichkeit, einen “Secure Erase” der SSD durchzuführen und dann wie unter 1) vorzugehen.
  3. Wenn das keine Option ist, dann kann man auch eine bestehende Partition (mit Daten drauf) verkleinern. In dem dahinter frei werdenen Speicherbereich erstellt man anschließend ein Volume und formatiert es (Schnellformatierung reicht), damit es einmal geTRIMt wird. Dann löscht man die Partition und der SSD-Controller kann den freien Bereich als Spare Area nutzen.
  4. Viele Hersteller bieten Tools an, mit denen man das Ganze per Knopfdruck erledigen kann, z.B. Samsung SSD Magician oder die Intel SSD Toolbox.

ACHTUNG: Wenn eure Partition bzw. das gesamte Laufwerk verschlüsselt sind, z.B. mit TrueCrypt, dann auf KEINEN FALL die Partitionen einfach verändern, denn dann sind eure Daten futsch!

  • Wenn nur eine bestimmte Partition verschlüsselt ist (meistens C:), kann man alle anderen Partitionen problemlos ändern, nur nicht die Verschlüsselte. Wenn man die anfassen will, muss man vorher die Partition komplett entschlüsseln, dann ändern, dann wieder verschlüsseln.
  • Wenn das gesamte Laufwerk verschlüsselt ist, darf man gar nichts ändern, sondern muss alles entschlüsseln, ändern, wieder verschlüsseln.
  • Das gilt im übrigen auch für die o.g. Hersteller-Tools, auch da muss man auch vorher entschlüsseln, denn die machen letztlich nichts anderes, als das, was ich wie oben beschrieben manuell gemacht habe.
2012 05. Dez
hardware

Ich habe mittlerweile selbst schon einiges in die Analyse von SSD-Performance investiert und in ein paar Artikeln zusammengeschrieben.

Eine Frage, die dabei immer wieder aufkam, war diejenige nach der mysteriösen “Spare Area” auf SSDs und ihrem Einfluss auf die Performance. Diese Frage war insbesondere interessant im Zusammenhang mit der Verschlüsselung von SSDs mit TrueCrypt. Das Problem dabei: bei der Verschlüsselung wird der gesamte zugewiesene Speicherplatz auf der SSD mit Zufallsdaten vollgeschrieben, so dass der SSD-Controller in den freien Speicherbereichen keine “Ausweichmöglichkeiten” mehr für Wear Leveling und Fehlerkorrektur hat. Die Folge: die Performance von verschlüsselten bzw. komplett gefüllten SSDs nimmt stark ab.

Daher wurde schon oft empfohlen, schon beim Einrichten einer SSD einen Bereich unpartitioniert zu lassen, so dass eine gewisse Menge an nicht zugewiesenem Speicher auf der SSD vorhanden ist. Das ist die sog. Spare Area, die der Controller der SSD dafür nutzen kann, die Schreibzugriffe besser über die gesamte SSD zu verteilen, auch wenn der zugewiesene Speicher komplett belegt ist. Über die ideale Größe der Spare Area konnte man schon viele Spekulationen lesen, das ging von 10% bis 50%.

AnandTech hat jetzt mal nachgemessen. Und siehe da: der Performance-Unterschied ist beträchtlich!

Long Story Short: Reserviert idealer Weise 25% der Gesamtkapazität eurer SSD als Spare Area und die SSD-Performance steigt teilweise um ein Vielfaches.

Ob und wie sich das konkret auf die Performance von SSDs auswirkt, die mit TrueCrypt verschlüsselt sind, werde ich nochmal separat untersuchen, allerdings müssten die Performancegewinne erheblich sein.

Wie man auch nachträglich eine Spare Area einrichtet, so dass sie auch vom SSD-Controller genutzt werden kann, steht auch in dem Artikel:

If you want to replicate this on your own all you need to do is create a partition smaller than the total capacity of the drive and leave the remaining space unused to simulate a larger amount of spare area. The partitioning step isn’t absolutely necessary in every case but it’s an easy way to make sure you never exceed your allocated spare area. It’s a good idea to do this from the start (e.g. secure erase, partition, then install Windows), but if you are working backwards you can always create the spare area partition, format it to TRIM it, then delete the partition. Finally, this method of creating spare area works on the drives I’ve tested here but not all controllers may behave the same way.

-Quelle: AnandTech, Hervorhebungen MA.

2012 12. Nov
internet

Ich bin bekenndender XING-Nutzer seit 2004. Damals wurde man mit einem XING-Profil noch schräg angeguckt und Facebook war noch weit, weit weg. Irgendwann kamen dann beruflich bedingt wöchentlich neue Kontakte dazu. Super! Visitenkarten benutze ich seitdem nämlich nur noch, um danach auf XING zu suchen – oder seit einigen Jahren auch bei LinkedIn. Je internationaler oder selbstmarketing-kompetenter meine Gesprächspartner wurden bzw. desto hipper die Branche, desto eher fand man sie nur noch bei LinkedIn – oder auf beiden Plattformen.

Das Standard-Prozedere mit Visistenkarten ist also: Xing suchen > Kontaktanfrage > LinkedIn suchen > Kontaktanfrage. Und wenn man dann mal nach Kontaktdaten sucht, dann ist es wieder andersrum. Die Situation verschlimmert sich auch deswegen, weil einige Zeitgenossen sich anscheinend entschieden haben, auf beiden Plattformen ein Profil zu haben, aber bei einer davon eine Reaktionszeit von 27 Tagen zu haben. Man weiß aber leider selten, bei welcher das so ist – und schreibt dann zwei Nachrichten.

Das ist lästig – genauso wie wahrscheinlich umgekehrt, die Kontakt-Pings erst auf der einen, dann auf der anderen Plattform zu bekommen. Also bitte, bitte, bitte: rauft euch zusammen, realisiert Synergien, pusht euer EBIT, leveraged eure Assets, aber KAUFT EUCH ENDLICH AUF, im Namen der User Experience!

2012 09. Nov
job

Viele wollen unter Windows 8 den alten, klassischen Desktop von Windows 7 wiederhaben und insbesondere das Startmenü. Es gibt einige Frickellösungen mit Hacks in der Registry (scheidet für mich aus) und einige komfortable Programme, die das bewerkstelligen (finde ich gut).

Aus meiner Sicht ist die ultimative Geek-Lösung jedoch: Classic Shell. OpenSource, riesiger Funktionsumfang und viel Flexibilität – man kann z.B. entweder das Windows XP-Startmenü, das Vista-Startmenü oder das aus Win7 auswählen, oder auch einige Aspekte von allen kombinieren. Außerdem kann man dafür sorgen, dass beim Booten direkt auf den Desktop gebootet wird und nicht auf diesen Firlefanz-Tilescreen, den sie sich da ausgedacht haben.

Kleiner Trick am Rande: da es offiziell von Microsoft keinen Support für ein Startmenü unter Windows 8 gibt, ist bei ClassicShell der Startbutton eine Muschel in den Windows-Farben. Das sieht jetzt nicht ganz soooo geil aus. Aber: wenn man sich einen Screenshot vom Win7-Button irgendwo macht und den runden Button freistellt, dann kann man dieses Bild mit ClassicShell einbinden und hat dann ratz fatz einen “Original” Windows-Startmenü-Button! :)

 

2012 09. Nov

Wenn Brad Pitt in einem Film mitspielt, dann kann man wohl davon sprechen, dass es sich um Mainstream handelt. Ok ok, I am Legend war auch Mainstream, aber lasst uns vorher ausdiskutieren, ob das in dem Film echte Zombies waren… das hier sieht mir nach klassischen Romero-Zombies aus: viele, noch mehr und davon eine Menge – völlig ohne Anflug von Intelligenz. Bäm. Ab Juni 2013 im Kino.

2012 08. Nov
internet

Preisfrage

Welches Unternehmen hat die Chuzpe, in Deutschland eine Plattform anzubieten, bei der

a) ohne jede Form von staatlicher, arbeitsrechtlicher und inhaltlicher Regulierung

b) einfache Arbeiten von Privatpersonen zu Niedriglöhnen erledigt werden und

c) diesen Service dann, ich zitiere, “Mechanischen Türken” zu nennen.

Die Antwort lautet: Amazon.

Ich bin ja heute echt vom Stuhl gefallen. Ich kannte diesen Service nicht und hätte nie geglaubt, dass ein Unternehmen derartige Leistungen unter einer solchen Wortmarke anbieten würde, insbesondere nicht in Deutschland.

Das wäre ja so, wie wenn ich ein Online-Portal für Gelegenheitsprostituierte betreibe und das Ding dann… ne, den kann ich nicht bringen, dann schließen die mir mein Blog, vor meiner Haustür gibt’s Demos, Frontal 21 kommt zum Dreh vorbei und ich muss auswandern. Not worth it.

Aber WTF ist das denn bitte?

PS: Ich habe auch keine wirkliche Alternative zu der Übersetzung für Mechanical Turk gefunden. Es scheint auch im US-englischen dasselbe zu bedeuten, wie man es frei übersetzt: Mechanischer Türke. Die einzige, geringfügig schmeichelhaftere Bedeutung, die ich finden konnte, war “Schachtürke“. Das adelt wenigstens ein bisschen, weil Schach ja ein bekanntermaßen anspruchsvolles Spiel ist.

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