Es beginnt: China geht auf Kurs
…und zwar richtung Eisberg. Offensichtlich nur ein Säuseln im Wind, aber der Vorbote des Sturms.
In China machen sich zur Zeit tausende Foren-User darüber lustig, dass Google sich dort “Gu Ge” nennt:
Zwei Wochen nach der Vorstellung des Namens “Gu Ge”, was als “Lied der reichen Ernte” übersetzt werden kann, haben sich in einem Internetforum mehr als 10.000 Nutzer gegen den Namen ausgesprochen. Bis Freitag höhnten 4820 Forenteilnehmer, Google solle sich doch “Gou Gou” nennen, was “Hündchen” bedeutet. Einige plädierten für “Diensthund”.
-Quelle: heise online
Rund 4.000 Chinesen, das klingt nach wenig. Aber seit längerem stehe ich auf dem Standpunkt, dass China insbesondere wegen der allgemeinen Verblendung in der Wirtschaft (“Wir müssen dabei sein, auch wenn Sie unseren Transrapid nachbauen!“) als auch des Medienhypes (“China bedroht unsere wirtschaftliche Existenz!“) völlig überschätzt wird.
Ja, sie kommen zu Wohlstand. Einige. Und genau die werden später das Problem sein. Diejenigen, welche sich im Moment noch in Foren tummeln und die Profitgeilheit Duckmäuserei eines amerikanischen Medienkonzerns verlachen, werden in einigen Jahren zu 80, 150, 200 Millionen sein. Es wird ihnen verhältnismäßig gut gehen und sie werden immer weniger akzeptieren, dass sie, die Leistungsträger, jede SMS, jede Mail und jede Internetseite einer Zensur unterliegen.
Es riecht nach Freiheit. Die Lunte brennt und der Knall wird so laut sein, wie das Land groß ist.
Update: 18. Oktober 2008
Selbstreferentielles “auf die Schulter Klopf für gute Prognose” Es bleibt spannend.



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