2005 06. Okt

Die Zauberflöte: terrible!

Es bluten die Ohren. Francisco Araiza als Tamino! OH NEIIIIIIIN! Und das im Nationaltheater in München. Läuft im Moment aktuell gerade jetzt auf EINS.FESTIVAL.

Ad 1: Die Musik – viel zu galoppierend, kaum eine Wirkungspause zwischen Schlussharmonie und Auftaktakkord, viel zu viele Stakkati

Ad 2: Die Darsteller – es ist eben doch ein Unterschied, ob Muttersprachler/innen eine Oper singen oder Importware. Diese Leere in den Worten. Unglaublich.

ABER: Eine klassische Inszenierung, immerhin ein dickes Plus. Sarastro ist kein NS-Offizier, die Königin der Nacht keine feuerspuckende Obdachlose und die drei Damen keine karitativ veranlagten Crackhuren :D

Update
Vergesst, was ich über die Damen gesagt habe. Die überschlagen sich in ihrem fast unverständlich hastigen Gebrabbel mit einem grausamen Akzent des Ostens und wirken so doch etwas wie das, was ich eben verneint habe ;)

Update II
Lichtblick: die Königin der Nacht. Offensichtlich die Einzige, die weiss, was sie da singt. Oder es vorher schonmal gesungen hat.

WOMIT ZUM TEUFEL HAT DIESE INSZENIERUNG ES VERDIENT, AUSGESTRAHLT ZU WERDEN??? Demnächst nehme ich eine mit Mike Krüger als Sarastro und David Hasselhoff als Tamino auf. In Nebenrollen: Matthias Reim (Monostatos), Dieter Bohlen (Papageno), Thomas Anders (Sklave 1-5), Nena, Carmen Nebel und Stefan Mross als die drei Damen…

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