2006 10. Jan

Deutsche Bahn: Freundliche Servicekräfte

„Geht ein Kunde an den Bahnschalter“. Glaubt man jedem Leidensbericht, den einem wartende Passagiere der Bahn manchmal auch ungefragt mitteilen, dann wäre diese Aussage in 100% der Fälle der Auftakt zu etwas Witzigem oder Schlimmerem.

Was ich wollte? Nicht viel. Meine Freundin steht am Schalter und ordert eine Fahrkarte für:

  • zwei Personen
  • von Bonn nach Bayreuth
  • mit zwei Bahncards 50

Keine Nachfragen, nichts. Rrrrrt. Gstgstgst. Zack sind unsere Karte ausgedruckt, eingetütet und 108 EUR bezahlt. Im Auto fällt mir auf: 108 EUR sind zuviel. Eine Hin- und Rückfahrt mit BC50 kostet mich sonst rund 70 EUR, ergo müssten zwei Personen für eine Strecke ähnlich liegen. Ab an den Automaten um zu recherchieren und Peinlichkeiten am Schalter zu vermeiden. Natürlich: 72 EUR wäre der richtige Preis gewesen.

Ich gehe zurück zum Schalter.

Bahnagestellte (BA): Bitte?
Ich (I): Meine Begleitung hatte hier eben zwei Fahrkarten gekauft, die falsch gebucht wurden. Der Preis ist zu hoch.
BA (Flappe ziehend): Ne, also eben waren nur zwei Mädels hier (?!). Geben sie mal. (PAUSE) Und was stimmt da jetzt nicht?
I (ärgerlich): Hören sie mal, diese Karten sind rund ein Drittel teurer, als das bei zwei Personen mit BC50 sein dürfte!
BA (sichtlich genervt, tippend): Moooooment. Da müssen sie mir ja auch sagen, dass sie zwei Bahncards haben.
I: Das wurde gesagt.
BA: Nein, das wurde nicht gesagt.
I: Bitte?
BA: Nein, sonst hätte ich das eingegeben!
I: Hören sie mal. Sie sitzen hier, machen einen Fehler der mich im Zweifel eine Menge Geld gekostet hätte und reden dann auf diese Art und Weise mit Ihren Kunden?! Also gut betreut fühle ich mich jetzt nicht. Ist das so gewollt?
BA: Dann war es eben ein Missverständnis. (Reicht die Karten rüber und erstattet den Fehlbetrag) Wiedersehen. Ich hoffe sie sind nicht so einer, der mal Fehler macht…oder so.
I: (…)

Wenn das nicht wieder mal EIN Erlebnis aus einer langen Reihe von….Merkwürdigkeiten wäre, würde ich es ja noch nichtmal erwähnen.

Ergo: Sobald die ersten Gehälter fließen: Auto und NIE WIEDER BAHN!

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