2003 21. Dez

Der Herr der Ringe 3 – Die Rückkehr des Königs

So, jetzt war ich auch drin!

Ich muss schon sagen: toller Film und wie die anderen beiden Teile sehr bildgewaltig, obwohl man die Qualität und Quantität der Spezialeffekte ja (leider) schon aus den ersten beiden Teilen gewohnt ist. Aber bedingt dadurch, dass die Klimax der Geschichte im dritten Teil erreicht wird, ist dieser Film so ganz subjektiv betrachtet der beste. Natürlich mussten wieder ein paar kleine Ungereimtheiten oder Peinlichkeiten unterkommen, deren Vorstellung ich mir natürlich nicht nehmen lasse.

Da ist z.B. der Stuart of Gondor, der, wahnsinnig geworden, mit Öl getränkt und brennend, als lebende Fackel hunderte von Meter über das Plateau vor der Thronhalle Gondors eilt, um sich spektakulär von der Zinne zu stürzen. Wahrscheinlich wollte er Saurons voyeuristischen Trieb befriedigen.

Oder Legolas, dem es partout nicht ausreicht, einen kompletten Olifanten nebst Besatzung zu tilgen. Als das Tier unkontrolliert in sich zusammen bricht, gleitet unser homoerotischer Elbe auf dessen Rüssel gen Boden, um mit sexy Hüftschwung vor Gimli zu landen, der ihn mit den Worten „That counts as one!“ auf den Boden der heterosexuellen Tatsachen zurück holt.

Oder zwei Hobbits, die auf einem Felsbrocken inmitten fließender Lava ausharren und trotzdem nicht gegrillt werden. Von den lebenswidrigen Gasen und Lavabomben mal ganz abgesehen. Ne, ist klar, in Mittelerde schmilzt Stein wahrscheinlich schon bei 100 Grad oder so…

Merkwürdig auch, dass die Bewohner Mittelerdes es in Jahrtausenden, die seit der fast-Bezwingung Saurons vergingen, es nicht geschafft haben, ihre (schon damals vorhandene) Technologie auch nur ansatzweise zu verbessern. Immer noch Steinschleudern und Schwerter. Mit MGs und Flak hätte man Minas Tirith wesentlich besser verteidigen können.

Naja, aber das geht ja schon das Gesamtwerk an, das nunmal genial ist und SUPER umgesetzt wurde. Ich war da bestimmt nicht zum letzten Mal drin.

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